Unsere Reise


Wie alles begann – eine Idee nimmt Form an

Kein fertiges Konzept, kein großer Plan – aber eine starke Gemeinschaft.

Unter dem Dach des Bürgerverein Klostermoor e.V. entstand das erste Zeltlager.
Es wurde selbst gekocht, improvisiert, organisiert – oft gleichzeitig. Viele Betreuer hatten ihre eigenen Kinder dabei.

Was damals entstand, war kein perfektes Event.
Es war etwas viel Wertvolleres: ein Ort, an dem Gemeinschaft einfach passiert ist.


Florian, ich – und die Zeit mit "Camper Uwe

Mitte der 2000er übernahm Florian Sangen die Leitung.
Eine kleine Gruppe, 20 bis 30 Kinder, klassische Campingplätze.

Ein prägender Ort dieser Zeit: die Thülsfelder Talsperre.

2009 kam ich dazu.
Und mit uns wuchs der Anspruch.

Mit dabei damals auch zum ersten Mal als Kind: Jeremy.

Doch genau hier wurde uns auch klar, was wir nicht wollen.

Denn während wir versuchten, den Kindern Freiheit und Abenteuer zu ermöglichen, gab es immer wieder diese Momente, in denen jemand neben uns stand.

Unser Running Gag:
👉 "Camper Uwe"

Mit Blick auf die Uhr.
Mit der Platzordnung im Kopf.

Und genau an Orten wie der Thülsfelder Talsperre merkten wir:
So funktioniert unser Zeltlager nicht.


Der erste große Schritt – unser eigenes Zeltlager

2013 kam der Wendepunkt.

Bei Helmuth Plüster in Breddenberg fanden wir einen Platz, der alles veränderte.
Ein Stück Land, eine Scheune – und plötzlich waren wir unabhängig.

Zum ersten Mal fühlte es sich nach unserem Zeltlager an.

Fahrradanreise.
Selbst aufgebaut.
Eigene Regeln.

Breddenberg war mehr als nur ein Ort –
es war der Start unserer eigenen Idee von Zeltlager.


Wachstum – und die ersten echten Herausforderungen

Auf Breddenberg bauten wir auf – und entwickelten uns weiter.

Ein weiterer wichtiger Schritt folgte 2015 in Börger.
Neuer Platz, längere Dauer, mehr Verantwortung.

Und ein Meilenstein:
Unsere ersten eigenen Mannschaftszelte.

Damit wurde vieles strukturierter –
aber auch deutlich größer.

Wir merkten:
Wir wachsen. Und zwar schnell.


Der ehrliche Moment – und ein mutiger Cut

2016 gingen wir nochmal zurück nach Breddenberg.

Mit Florian, mir und einem motivierten Team wollten wir den nächsten Schritt gehen.

Aber genau hier wurde uns klar:
Der Aufwand ist größer als das, was wir gerade leisten können.

Also entschieden wir uns bewusst für einen Cut.

Florian zog sich aus der operativen Leitung zurück, blieb uns aber verbunden.
Und wir stellten alles neu auf.


Neustart mit Lukas, Ramona und Jeremy

Die neue Struktur entstand mit Lukas, Ramona und mir.
Später rückte Jeremy Körte ins Leitungsteam nach.

Unser Ziel:
👉 Nicht einfach größer werden – sondern besser.

Doch dafür brauchten wir einen neuen Ansatz.


Klostermoor – das Herbstlager als Fundament

Die Antwort fanden wir direkt vor der Haustür:

👉 Klostermoor

Hier entstand unser Herbstlager.

Kein großer Zeltplatz – sondern ein intensives Gemeinschaftserlebnis.
Kleiner, näher, persönlicher.

Und genau hier wuchs unser Team zusammen.

Aktionen im Wald.
Geocaching-Nachtspiele.
Eigene Filmprojekte der Kinder.

Klostermoor wurde zu unserem Fundament.
Ohne diese Jahre gäbe es das heutige Zeltlager nicht.

Zurück zum Zeltlager – jetzt als echtes Team

2021 wagten wir den nächsten Schritt zurück ins Zeltlager.

Ein wichtiger Ort dabei: Vrees.

Zum ersten Mal in dieser Größenordnung.
Mit über 40 Kindern.

Nicht alles lief perfekt –
aber wir lernten genau das, was wir lernen mussten.


Haselünne 2022 – der Durchbruch

Dann kam Haselünne.

Und plötzlich machte alles Sinn.

Über 70 Kinder.
Neue Zelte.
Ein eingespieltes Team.

Hier lief das Zeltlager so rund wie nie zuvor.

Haselünne war der Moment, in dem wir wussten:
👉 Jetzt sind wir angekommen.


Camping Kids – aus einem Projekt wird ein Verein

Mit diesem Rückenwind entstand eine neue Idee.

Am 24.08.2022 gründeten wir unseren eigenen Verein:
👉 Camping Kids

Seitdem ist das Zeltlager nicht mehr nur ein Projekt –
sondern der Mittelpunkt eines ganzen Vereinslebens.


Esterwegen 2024 – das Jahr, das uns geprägt hat

Ein Ort, den wir nie vergessen werden:
👉 Esterwegen

Ein idyllischer Platz am See – und gleichzeitig unsere größte Herausforderung. 

Ein Unwetter zwang uns zur Evakuierung.
Später verwandelte Dauerregen den Platz in eine Schlammlandschaft.

Und trotzdem:

Die meisten Kinder wollten bleiben.
Also sind wir gemeinsam da durch.

Unterstützt von Menschen, die einfach da waren, als wir sie brauchten:

  • Jörg Deeken
  • die Firma Söffge
  • viele Helfer
  • die Feuerwehr Klostermoor

Esterwegen hat uns gezeigt, wer wir sind, wenn es darauf ankommt.


Heute – ein starkes Team mit klarer Idee

Heute besteht unser Team aus rund 25 Betreuern.

Viele von ihnen waren selbst einmal Kinder im Zeltlager.
So wie Jeremy damals an der Thülsfelder Talsperre.

Und genau das macht uns aus.


Der Blick nach vorn

2025 ging es nach Werpeloh – ein lange angestrebter Platz.

Und 2026 wartet mit Ankum-Aslage das nächste Kapitel.

Zum ersten Mal gehen wir dabei einen neuen Weg:
👉 In diesem Jahr veranstalten wir sowohl ein Zeltlager als auch ein Herbstlager.

Bisher gab es pro Jahr immer entweder das eine oder das andere –
jetzt ist unser Team so weit, dass beides seinen Platz hat.

Außerdem verbinden wir unser Zeltlager erstmals mit sozialem Engagement –
durch eine Kooperation mit dem Helpful Kinderhospizverein e.V.


Was bleibt

Viele Orte.
Viele Menschen.
Viele Geschichten.

Aber am Ende immer dasselbe Gefühl:

👉 Zeltlager ist mehr als ein Ort.

Es ist das, was entsteht, wenn Menschen zusammenkommen
und gemeinsam etwas erleben, das bleibt.